Prävention, Gesundheitsförderung und Public Health
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Eine ausgeweitete Prävention und Gesundheitsförderung auf inhaltlicher,
struktureller und finanzieller Ebene soll die Menschen in ihren Lebensumwelten, wie
Arbeit, Kindergarten, Schule oder Gemeinde erreichen. Folgende Maßnahmen
werden daher gesetzt:
- Ein Gesundheitsförderungsgesetz als 4. Säule Prävention und Gesundheitsförderung;
- orientiert an vereinbarten Zielen in bezug auf Zivilisationserkrankungen, der Förderung gesunder Lebensumwelt und Lebensstile (Ernährung, Bewegung, Entspannung, Lebenseinstellung, Suchtverhalten).
- Bündelung der Aktivitäten, gemeinsame Steuerung auf Bundes- und Landesebene und Schaffung bürgernaher Kompetenzzentren unter Nutzung bestehender Strukturen (u.a. Krankenanstalten, Gemeinden und Sozialversicherung).
- Ausgeweitete Finanzierung für Prävention und Gesundheitsförderung entsprechend der jeweiligen Zuständigkeit wird überprüft.
- Epidemiologisch abgesicherte Präventions- u. Gesundheitsberichterstattung, Forschung und Evaluierung.
- Ernährungsbildung in Kindergärten und Schulen, ggf. mit begleitenden aufklärenden und unterstützenden Maßnahmen für das Elternhaus
- Verankerung eines gesetzlich ausgeweiteten NichtraucherInnenschutzes (Allgemeines Rauchverbot an allen öffentlichen geschlossenen Plätzen. In öffentlichen "offenen" Plätzen (Gärten in Cafes, Gasthäusern, etc.) werden eigene Nichtraucherzonen eingerichtet.
- Nationale Sucht- und Alkoholstrategie insbesondere für junge Menschen.
- Weiterentwicklung der öffentlichen Gesundheitsdienste und Novelle des Epidemiegesetzes und klare Regelungen in der Katastrophenvorsorge.
- Förderung von Unternehmen, die ihren MitarbeiterInnen gesunde und frische Mahlzeiten ermöglichen.
- Förderung des Angebots von Impfprogrammen.
- Aufbau von systematischen Screeningprogrammen (Brustkrebs, Darmkrebs und Prostata).
- Erstellung einer Studie zur Wirkung medizinischer Dienstleistungen (auch komplementär-, alternativ- und ganzheitsmedizinischer Natur).
- Medienkampagnen zur öffentlichen Aufklärung in Hinsicht auf Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung und Erstellung leicht verständlicher Infobroschüren, die zum Beispiel bei praktischen Ärzten zur kostenlosen Mitnahme ausgelegt werden.
